Die Marienburg - Hauptsitz des Deutschen Ordens

Die Marienburg war 1410 Residenz des Hochmeisters  und damit Hauptsitz des Deutschen Ordens. Die Burg war zu dieser Zeit eine der größten Burgen in Europa und ein christlicher Wallfahrtsort.

 

Mit einer Länge von 600 Metern und Ihren 2 wehrhaften, mit mehreren Türmen ausgestatten Maurringe war die Marienburg schier uneinnehmbar.

 

Als Hauptsitz des Deutschen Ordens musste diese Burg natürlich nicht nur kriegerischen, sondern auch repräsentativen Zwecken dienen. Dies gelang nicht nur durch eine beeindruckende Gestaltung der Innenräume, sondern auch durch die Gestaltung der Außenwände. So besaß beispielsweise die Ostkirche eine 8 Meter große Marienfigur in einer Nische an der Ostmauer.

 

 

Nach Ihrer Wahl zum Sitz des Hochmeisters wurde die Ursprüngliche Burg ausgebaut und erweitert. Nach Ende dieser Bauarbeiten um das Jahr 1398 herum gliedert sich die Burg in Hochschloss, Mittelschloss und Vorburg.

 

Die Anfänge der Burg - Das Hochschloss

Das Hochschloss war der erste Teil der Marienburg und wurde später um Mittelschloss und Vorburg erweitert Hochschloss der Marienburg

Die Marienburg wurde 1279 erbaut und bestand daher schon eine Weile bevor der Hochmeister des Deutschen Ordens seine Residenz dorthin verlegte. Bis zu diesem Moment im Jahre 1309 unterschied sich die Marienburg nicht von anderen Burgen des Deutschen Ordens.  Sie war weder besonders groß, noch wies sie architektonische Besonderheiten auf.

 

Bis zu Ihrem Ausbau, welcher 1309 begann, bestand die Burg nur aus dem Teilen des heutigen Hochschlosses und einer Vorburg. Letztere musste später dem Mittelschloss weichen.

Obwohl dies kein Alleinstellungsmerkmal der Marienburg war, so waren die mächtigen, Dansker genannten, Toilettentürme eine Besonderheit der Ordensburgen allgemein.

 

Der Dansker der Marienburg sitzt an der südwestlichen Ecke des Hochschlosses und ist über einen Überdachten Verbindungsgang erreichbar.

 

Im Laufe der Zeit wurde das Hochschloss natürlich immer wieder umgebaut und, insbesondere ab 1309, erweitert. So entwickelte sich die, erst innerhalb des Hochschlosses gelegene Kirche bspw. zu einem fast schon eigenständigem Gebäude.

Das Mittelschloss - Regierungssitz des Hochmeisters

Mittelschloss der Marienburg aus der Vogelperspektive

Nachdem der Entschluss gefallen war den Sitz des Hochmeisters und damit de Facto den Regierungssitz des Deutschen Ordens in die Marienburg zu verlegen war schnell klar das die Bauten diesem Zweck  nicht ausreichen würden.

Daraufhin begannen umfangreiche Bauarbeiten, vor allem an der alten Vorburg. Diese wurde zum Mittelschloss umgebaut und es wurde eine neue Vorburg gebaut.

 

Da im Hoschschloss nicht genug Platz blieb um den Hochmeister und sein Gefolge unterzubringen wurde der Hochmeisterpalast im neuen Mittelschloss errichtet. Dieser Palast zählte zu den bedeutendsten Herscherbauten seiner Zeit. Er diente nicht nur als Unterkunft des Hochmeisters und als Machtzentrale des Deutschordenslandes, sondern erfüllte auch Repräsentationszwecke.

Sommerremter im Mittelschloss

Dem Hochmeisterpalast zugeordnet werden der Sommer- und Winterremter in denen der Hochmeister Gäste, vor allem zu den Polenfahrten, zu den Mahlzeiten oder kleineren Empfängen und Versammlungen traf.

 

Im Winter wurde hierzu der Winterremter genutzt, da dieser besser zu heizen war als der Sommerremter.  Beide Räume liegen nebeneinander und sind durch den beeindruckend gestalteten Hauptflur aus erreichbar.

Die Vorburg - Lagerstätte und Gästeunterkunft

to be continued